TimeBoss TB logoAGB

Allgemeine Geschäftsbedingungen für die TimeBoss-Plattform.

Diese Bedingungen regeln die Nutzung der TimeBoss-Plattform, Testphase, Abonnement, Datenverarbeitung und Haftung nach österreichischem Recht.

Stand: 09.04.2026

§1 Geltungsbereich und Vertragsparteien

TimeBoss stellt eine cloudbasierte Plattform für Termin- und Buchungsverwaltung als Software-as-a-Service (SaaS) über die Domain timeboss.eu bereit.

Diese Bedingungen gelten für alle gewerblichen Nutzer, die die Plattform als Betreiber einsetzen.

Änderungen werden über die Plattform oder per E-Mail bekanntgegeben.

§2 Leistungsumfang

TimeBoss umfasst Online-Buchung, Termin- und Personalverwaltung, automatische Erinnerungen, Analysefunktionen und White-Label-Mobile-Apps.

Die angestrebte Plattformverfügbarkeit beträgt 99,0 % pro Jahr, ausgenommen geplante Wartungen und höhere Gewalt.

Einzelne Funktionen können mit Vorankündigung angepasst oder eingestellt werden.

§3 Kostenlose Testphase

TimeBoss bietet eine 14-tägige Testphase ohne Kreditkarte.

Nach der Testphase bleibt der Zugang nur mit einem kostenpflichtigen Plan aktiv.

Daten aus der Testphase bleiben beim Wechsel in ein Abo erhalten.

§4 Preise und Zahlung

Aktuelle Preise sind auf timeboss.eu/pricing veröffentlicht und verstehen sich zzgl. USt., sofern nicht anders angegeben.

Zahlungen werden über Stripe verarbeitet und Abonnements verlängern sich automatisch pro Abrechnungszeitraum.

Preisänderungen werden mindestens 30 Tage im Voraus angekündigt.

§5 Kündigung

Das Abonnement kann über das Dashboard oder per E-Mail an info@timeboss.eu gekündigt werden.

Die Kündigung wirkt zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums, ohne Rückerstattung für ungenutzte Restlaufzeit.

TimeBoss kann den Dienst bei schwerwiegenden Verstößen gegen diese Bedingungen sofort beenden.

§6 Datenschutz (DSGVO)

Die Datenverarbeitung erfolgt gemäß DSGVO und österreichischem DSG.

Der Betreiber ist für die rechtmäßige Verarbeitung der von ihm eingebrachten Kundendaten verantwortlich.

Der Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO ist Bestandteil dieses Vertrages und wird im Zuge der Registrierung elektronisch abgeschlossen. Die jeweils gültige Fassung ist unter timeboss.eu/legal/avv dauerhaft abrufbar.

§7 Haftung

Die Haftung von TimeBoss ist auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit beschränkt, soweit gesetzlich zulässig.

Bei Datenverlust ist die Haftung auf den Wiederherstellungsaufwand bei ordnungsgemäßer Sicherung begrenzt.

Die Gesamthaftung ist auf den Betrag begrenzt, den der Betreiber in den vorangegangenen 12 Monaten gezahlt hat.

TimeBoss haftet — soweit gesetzlich zulässig — nicht für ausgefallene Termine, ausgebliebene Buchungen, entgangenen Gewinn, Umsatzverlust, Betriebsunterbrechungen, Reputationsschäden, mittelbare Schäden oder Folgeschäden aus der Nutzung der Plattform.

TimeBoss haftet nicht für Ausfälle, Verzögerungen, Ablehnungen oder Richtlinienänderungen Dritter — Apple App Store, Google Play, Stripe, Firebase, Render, Hostinger, ImageKit, Cloudflare, Push-, E-Mail- und SMS-Diensten — soweit TimeBoss diese nicht vorsätzlich oder grob fahrlässig verursacht hat.

TimeBoss übernimmt keine Garantie für die Freigabe der App durch App Store / Google Play, für Download-Zahlen, Buchungszahlen oder den wirtschaftlichen Erfolg des Betreibers.

Der Betreiber ist für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität sämtlicher von ihm in die Plattform eingestellter Inhalte verantwortlich — insbesondere Öffnungszeiten, Preise, Leistungsdauer, Mitarbeiterdaten, Stornoregeln, Bilder und Kontaktdaten. TimeBoss haftet nicht für Schäden oder Fehlbuchungen, die auf falschen, unvollständigen oder nicht aktualisierten Angaben des Betreibers beruhen.

§8 Pflichten des Betreibers

Die Plattform darf nicht für rechtswidrige Aktivitäten verwendet werden und ist im Einklang mit allen anwendbaren Gesetzen zu nutzen.

Der Betreiber ist für die Vertraulichkeit seiner Zugangsdaten verantwortlich.

§9 Anwendbares Recht und Gerichtsstand

Es gilt österreichisches Recht unter Ausschluss des Kollisionsrechts und des CISG.

Gerichtsstand ist Wien, Österreich, soweit zwingendes Verbraucherrecht nichts anderes vorsieht.

§10 Sonstiges

Sollte eine Bestimmung unwirksam sein, bleiben die übrigen Bestimmungen wirksam.

Fragen zu diesen AGB? info@timeboss.eu

§11 Endkunden / Buchungs-App — Vertragsstruktur

Dieser Abschnitt gilt für natürliche Personen — Verbraucher im Sinne des §1 KSchG — die die Salon-App zur Terminbuchung nutzen ("Endkunden"). Der Dienstleistungsvertrag (z. B. Haarschnitt, Frisur, Kosmetikbehandlung) kommt ausschließlich zwischen dem Endkunden und dem Salon zustande.

TimeBoss ist ausschließlich technischer Dienstanbieter (Host-Provider im Sinne des §16 ECG). TimeBoss ist KEIN Vermittler, Agent, Veranstalter oder Vertragspartei im Verhältnis zwischen Endkunde und Salon. Identität, Impressum, Preise, Öffnungszeiten und Stornoregeln werden vom Salon selbst in der App bereitgestellt und veröffentlicht.

Mit der Nutzung der App bestätigt der Endkunde, mindestens 16 Jahre alt zu sein (Art. 8 DSGVO iVm §4 Abs 4 DSG). Für Personen unter 16 Jahren ist die Zustimmung der Erziehungsberechtigten erforderlich.

Verantwortlicher iSd Art. 4 Z 7 DSGVO ist der jeweilige Salon. TimeBoss handelt als Auftragsverarbeiter gemäß Art. 28 DSGVO auf Grundlage eines mit dem Salon abgeschlossenen AVV. Umfang, Zweck, Rechtsgrundlage und Speicherdauer sind in der Datenschutzerklärung dokumentiert.

Stornierungen und Änderungen sind über die App bis zu der vom Salon vorab klar ausgewiesenen Frist möglich. Der Salon ist verpflichtet, Stornoregeln und etwaige No-Show-Gebühren samt Höhe vor Buchungsabschluss offenzulegen; ohne vorherige Information ist keine Gebühr einhebbar (§3, §4 FAGG; §1118 ABGB).

Die App versendet transaktionale Benachrichtigungen zum Terminstatus (Bestätigung, Erinnerung, Änderung, Stornierung). Diese erfolgen zur Vertragserfüllung (Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO) und können in den Geräteeinstellungen teilweise deaktiviert werden. Werbliche Kommunikation erfolgt nur mit ausdrücklicher Einwilligung (§107 TKG 2021).

Für Qualität, Sicherheit und rechtliche Konformität der Dienstleistung sowie für Abrechnung, Inkasso und Rechnung haftet ausschließlich der Salon. TimeBoss haftet nur für die Verfügbarkeit und ordnungsgemäße Funktion der Plattform im Rahmen der Haftungsbegrenzung aus §7. Für vom Salon eingestellte Inhalte (Preise, Beschreibungen, Logos) haftet TimeBoss nach Maßgabe der §§16, 18 ECG als Host-Provider.

Endkunden können das Konto jederzeit in den App-Einstellungen löschen ("Konto löschen"). Nach der Löschung wird der Zugang dauerhaft entfernt; der Salon darf Daten zu erbrachten Terminen nur im Rahmen der gesetzlichen Aufbewahrungspflichten (§132 BAO — bis zu 7 Jahre) aufbewahren.

§12 Verbraucherrechte, Widerruf, Streitbeilegung

Die Buchung eines persönlichen Dienstleistungstermins (Friseur, Barbier, Kosmetik, Wellness) fällt unter die Ausnahme vom Rücktrittsrecht gemäß §18 Abs 1 Z 10 und Z 11 FAGG: Dienstleistungen mit festgelegtem Termin bzw. Ausführungszeitraum. Dem Endkunden steht daher kein gesetzliches 14-tägiges Rücktrittsrecht zu — der Salon kann jedoch eigene, großzügigere Stornoregeln anbieten (siehe §11).

Für Streitigkeiten mit dem Salon über die Dienstleistung wendet sich der Endkunde zunächst direkt an den Salon als Vertragspartner. Bleibt eine Einigung aus, steht dem Endkunden als Verbraucher der Weg zu unabhängigen Verbraucherschlichtungsstellen in Österreich (z. B. Internet Ombudsstelle, Verein für Konsumenteninformation) und/oder den ordentlichen Gerichten gemäß §14 KSchG offen. TimeBoss als technischer Provider (Host-Provider iSd §16 ECG) ist kein Vertragspartner des Endkunden und nimmt an Verbraucherschlichtungsverfahren, die sich auf die Salondienstleistung beziehen, nicht teil.

Für Streitigkeiten zwischen dem Endkunden als Verbraucher und dem Salon gelten die Regeln des §14 KSchG: Der Verbraucher kann den Salon auch am Gerichtsstand seines Wohnsitzes in Österreich klagen; eine Rechtswahl lässt den Schutz durch zwingendes österreichisches Recht unberührt.

Zwingende gesetzliche Rechte des Endkunden nach Gewährleistung (§922 ff ABGB), KSchG, FAGG, DSGVO/DSG und ECG bleiben unberührt. Unwirksame Klauseln lassen den übrigen Vertrag unberührt (vgl. §6 KSchG).